{"id":997,"date":"2026-11-06T09:23:15","date_gmt":"2026-11-06T08:23:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vermieterverein-bedburg.de\/?p=997"},"modified":"2026-11-06T09:23:15","modified_gmt":"2026-11-06T08:23:15","slug":"weniger-und-aelter-in-welche-zukunft-blicken-deutschlands-regionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vermieterverein-bedburg.de\/?p=997","title":{"rendered":"Weniger und \u00e4lter \u2013 in welche Zukunft blicken Deutschlands Regionen?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die f\u00fcnfte Ausgabe der \u201eDemografischen Lage der Nation\u201c haben die W\u00fcstenrot Stiftung und das Berlin-Institut gemeinsam mit dem CIMA Institut f\u00fcr Regionalwirtschaft eine neue regionale Bev\u00f6lkerungsprognose bis 2045 erarbeitet. Sie bildet die Grundlage dieser Studie. Ihre Ergebnisse zeigen: Das demografische Zwischenhoch der vergangenen Jahre geht zu Ende. Bis 2045 d\u00fcrfte die Bev\u00f6lkerung Deutschlands auf rund 81,8 Millionen Menschen sinken \u2013 1,7 Millionen weniger als Ende 2025. Die Vorg\u00e4ngerstudie von 2019 ging noch von einer mittelfristig stabilen Gesamtbev\u00f6lkerung aus, zumindest bis zum damaligen Prognosehorizont 2035. Seither sind jedoch die Geburtenzahlen und zuletzt auch die Zuwanderung zur\u00fcckgegangen \u2013 zwei entscheidende Gr\u00f6\u00dfen f\u00fcr die k\u00fcnftige Bev\u00f6lkerungsentwicklung. Hinter dem bundesweiten Trend verbergen sich regionale Unterschiede. Die meisten Bundesl\u00e4nder d\u00fcrften bis 2045 Bev\u00f6lkerung verlieren. Besonders trifft es Th\u00fcringen und Sachsen-Anhalt mit R\u00fcckg\u00e4ngen von rund 17 bzw. 15 Prozent. Berlin und Hamburg wachsen dagegen voraussichtlich um 9,5 bzw. 8 Prozent. Auch Bremen und Bayern legen leicht zu. Deutlicher werden die Unterschiede auf Ebene der Landkreise und kreisfreien St\u00e4dte. Vor allem zwischen d\u00fcnn besiedelten l\u00e4ndlichen Regionen und urbanen Metropolr\u00e4umen \u00f6ffnet sich die Schere weiter: W\u00e4hrend die Bev\u00f6lkerung der th\u00fcringischen Stadt Suhl bis 2045 um rund 30 Prozent zur\u00fcckgehen d\u00fcrfte, w\u00e4chst sie im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald voraussichtlich um etwa 17 Prozent. Insgesamt zeigt sich: 42 der 50 Regionen mit den st\u00e4rksten prognostizierten Bev\u00f6lkerungsverlusten liegen im Osten Deutschlands.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Tr\u00fcbe demografische Aussichten \u2013 nicht nur im Osten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch der demografische Wandel ist l\u00e4ngst kein rein ostdeutsches Thema mehr. Ostdeutsche Regionen sind vielmehr Vorreiter einer Entwicklung, die zunehmend auch den Westen erreicht. Im Saarland, in S\u00fcdwestfalen, im S\u00fcden Niedersachsens oder im Norden Bayerns tr\u00fcben sich die demografischen Aussichten ein. Andere Regionen bleiben auf Wachstumskurs \u2013 etwa im Allg\u00e4u, in S\u00fcdhessen, im westlichen Niedersachsen oder im Umland vieler Gro\u00dfst\u00e4dte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Neben der Bev\u00f6lkerungszahl ver\u00e4ndert sich auch die Altersstruktur.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zahl der Menschen im Ruhestandsalter \u00fcber 67 Jahren d\u00fcrfte bis 2045 um rund 14,5 Prozent steigen. Gleichzeitig schrumpft die Gruppe der unter 20-J\u00e4hrigen um 10,6 Prozent. Die Bev\u00f6lkerung im Erwerbsalter zwischen 20 und 67 Jahren geht voraussichtlich um etwa 4,7 Prozent zur\u00fcck. Wie stark diese Ver\u00e4nderungen ausfallen, unterscheidet sich von Region zu Region \u2013 und damit auch der Anpassungsdruck vor Ort. Die Schere zwischen den Regionen \u00f6ffnet sich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Und wie sieht es im Rheinland aus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Rhein-Erft-Kreis geht man davon aus, dass sich die Bev\u00f6lkerung um 1,4 Prozent von 477.988 im Jahre 2024 auf 471.457 im Jahre 2045 verringert. In K\u00f6ln errechnet man noch ein kleines Wachstum von 1,5 Prozent auf dann 1.039.918 Bewohner. Im Rhein-Sieg-Kreis hingegen ermittelt man eine Verringerung um 6 Prozente von 605.329 auf 569.329, im Rheinisch-Bergischen-Kreis eine von 5,1 Prozent von 284.273 auf 269.818. Leverkusen und D\u00fcren bleiben nahezu konstant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Altersgruppe ab 68 Jahren wird in K\u00f6ln mit einer Steigerung um 23,4 Prozent von 152.670 Personen in 2024 auf 188.332 in 2045 gerechnet, im Rhein-Erft-Kreis um 15,7 Prozent von 87.502 auf 101.203, der Rhein-Sieg-Kreis um 20,8 Prozent von 114.966 auf 138.881.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis auf die Ballungszentren d\u00fcrfte es aufgrund der sinkenden Einwohnerzahlen auch im Speckg\u00fcrtel um K\u00f6ln zu einer Entspannung auf dem Wohnungsmarkt kommen. Bis dahin wird es aber noch sehr lange dauern. Daher gilt weiterhin: Bauen, bauen, bauen, aber mit Augenma\u00df, um sich auf den demografischen Wandel vorzubereiten. Empfehlenswert d\u00fcrfte insbesondere der Bau von barrierearmen bzw. barrierefreien Wohnungen sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter www.demografischelage.de findet sich ein interaktives Webangebot. Die zentralen Ergebnisse mit Grafiken werden anschaulich zusammengefasst und aufbereitet. Die wichtigsten Daten zu allen 400 Kreisen und kreisfreien St\u00e4dte in Deutschland sind abrufbar. Ein Blick lohnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Reimund Gau, 1. Vorsitzender Eigent\u00fcmer- und Vermieterverein Bedburg und Umgebung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die f\u00fcnfte Ausgabe der \u201eDemografischen Lage der Nation\u201c haben die W\u00fcstenrot Stiftung und das Berlin-Institut gemeinsam mit dem CIMA Institut f\u00fcr Regionalwirtschaft eine neue regionale Bev\u00f6lkerungsprognose bis 2045 erarbeitet. Sie bildet die Grundlage dieser Studie. Ihre Ergebnisse zeigen: Das demografische Zwischenhoch der vergangenen Jahre geht zu Ende. 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