Mietdatenerhebung für den Mietspiegel Bedburg, Bergheim und Elsdorf (sowie Erftstadt, Hürth und Pulheim) hat begonnen – Machen Sie mit!
Bereits in der Ausgabe von Eigentum Aktuell von Januar 2026 wurde angekündigt, dass in 2026 wichtige Mietspiegel im Rhein-Erft-Kreis fortgeschrieben werden. Wegen der hohen Bedeutung darf auf die dortigen Ausführungen verwiesen werden. Nunmehr ist es soweit: Auf der Homepage der Rheinischen Immobilienbörse, vgl. https://www.rheinische-immobilienboerse.de, findet sich der entsprechende Fragebogen zur Wohnraumdatenerhebung. Frau Ursula Zimmermann von der Rheinischen Immobilienbörse e. V. warb Mitte Januar eindringlich um eine Mitwirkung aller, denn nur so ergebe sich ausreichendes Material für eine aussagekräftige Fortschreibung. Sie freute sich, dass in Elsdorf bereits 72 Rückmeldungen vorliegen, in Bergheim 652 und in Bedburg 338. Hier ist in allen Fällen „noch Luft nach oben“, insbesondere in Elsdorf. Also: Machen Sie mit. Vielen Dank.
Anmerkung: Auf der Homepage der Rheinischen Immobilienbörse können die aktuellen Mietspiegel kostenfrei heruntergeladen werden.
Klimaschutz-Förderprogramm „Energieoffensive“ auch in 2026 im Rhein-Erft-Kreis!
Der Rhein-Erft-Kreis führt auch in 2026 nach 2 erfolgreichen Jahren 2024 und 2025 sein Klimaschutz-Förderprogramm „Energieoffensive“ fort. Erneut stehen eine Million Euro zur Förderung privater Investitionen in erneuerbare Energien zur Verfügung.
Über das Bürgerportal können digitale Anträge gestellt werden. Weitere Informationen unter: https://www.rhein-erft-kreis.de/infrastruktur/energieoffensive.php.
Das Förderprogramm umfasst die Unterstützung für die Installation von Photovoltaikanlagen (1.000 Euro), Batteriespeichern (500 Euro), Wallboxen (200 Euro), Solarthermieanlagen (500 Euro) sowie Balkonkraftwerken (200 Euro). Pro Haushalt können maximal 1.500 Euro beantragt werden. Zielgruppen sind private Haushalte, Wohneigentümergemeinschaften und Immobilieneigentümer, die in die Zukunft investieren wollen und gleichzeitig die Umwelt schützen wollen.
Hinweis zur Förderung von Balkonkraftwerken: Anlagen, die noch im Jahr 2025 installiert und in Betrieb genommen wurden, können gefördert werden, sofern der Kaufbeleg nicht älter als sechs Monate ist. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Dies gilt nicht für PV-Anlagen, Speicher etc. Hier muss in 2026 zuerst der Förderantrag gestellt werden, eine Förderung nach Beauftragung ist ausgeschlossen.
Das Land NRW nimmt Bedburg, Bergheim und Elsdorf Schulden ab.
Für die Städte Bedburg, Bergheim und Elsdorf (wie auch Brühl und Erftstadt im Rhein-Erft-Kreis) war es ein besonderes Weihnachtsgeschäft, als ihnen das Land NRW pünktlich zu Weihnachten zum Stichtag 31.12.2023 von ihren Altschulden 41,10 % abnahm. Dies sind für Bedburg 2,5 Millionen Euro und für Bergheim 12,3 Millionen Euro. Die kleinste Kommune im Rhein-Erft-Kreis kann sich besonders freuen: Ihr werden 17,4 Millionen Euro Altlasten abgenommen.
Insgesamt übernimmt das Land NRW nach eigenen Angaben 8,9 Milliarden Euro Altlasten von 167 Städten und Gemeinden in NRW. In den Vorzug der Entlastung kamen nur Kommunen, die übermäßig belastet waren. Dies sind solche, bei denen einen Pro-Kopf-Verschuldung von 100 Euro je Einwohner nach Berücksichtigung eines bestimmten Abzugsbetrages bestand.
Über die Richtigkeit solcher Maßnahmen lässt sich bekanntlich streiten. Jeder Überschuldete, egal ob privat oder gewerblich oder verschuldet oder unverschuldet in diese Situation geraten, würde sich über solche „Geschenke“ freuen. Bei der öffentlichen Hand liegt die Situation anders. Seit Jahren beklagen die Kommunen zu Recht, dass ihnen immer mehr Aufgaben „von oben“ ohne Finanzausgleich auferlegt werden. Gerne wird genau dies auch als Grund für die Erhöhung der (für den Eigentümer/ Mieter unliebsamen) Grundsteuer angesehen. Ob jetzt Äpfel mit Birnen verglichen werden, sei einmal dahingestellt. Zu kritisieren bleibt, dass manch eine Kommune in der Vergangenheit nicht ausreichend für die Zukunft sorgte. Beispiel die frühere Gemeinde Niederaußem (heute zur Stadt Bergheim gehörend): Dank Braunkohle sprudelten über viele Jahre die Gewerbesteuereinnahmen. Die Kommune gehörte zu den reichsten in Deutschland. Die Tennishalle, das Schwimmbad und einige Schulbauten zeugten von dieser Zeit. Heute ist hiervon nichts bzw. fast nur noch marode Bausubstanz vorhanden. Die Weitsichtigkeit fehlte. Die Norweger machen es anders. Nichtsdestotrotz bleibt zu begrüßen, dass die Kommunen von Teilen ihrer Altlasten befreit wurden, um handlungsfähig zu bleiben, auch wenn dies schlussendlich die Allgemeinheit und damit wieder den Steuerzahler trifft.
Allen, denen es gegönnt ist und die es möchten, wird eine wunderschöne „5. Jahreszeit“ gewünscht.
Reimund Gau, 1. Vorsitzender Eigentümer- und Vermieterverein Bedburg und Umgebung
