Archiv des Monats: Juli 2026

Tagesausflug: Führung auf dem Flughafen Köln-Bonn

Ein jährlicher Tagesausflug des Eigentümer- und Vermietervereins Bedburg und Umgebung ist längst Tradition. In diesem Jahr ging es -wie fast immer mit der Bahn- zum Flughafen Köln-Bonn. Die Tour war mit 30 Personen ausgebucht.

Es erwartete die Teilnehmer nicht nur ein spannender Blick hinter die Kulissen. Hierfür war es zunächst erforderlich, die immense Sicherheitskontrolle zu passieren: Nach dem Zufallsprinzip gab es zwei Wege: Entweder die übliche Kontrolle, wie man sie beim Flughafen oder etwa bei Gericht kennt, oder aber die sogenannte Sprengstoffkontrolle, wo man einfach nur ganz kurz auf Sprengstoff überprüft wird. Im laufenden Betrieb für das eigene Personal dauerte die Prüfung aller Teilnehmer alleine ca. 30 Minuten. Selbst die Rollstühle für gehbehinderte Passagiere müssen jedes Mal durch die Sicherheitsschleuse.

Dieser Aufwand lohnte sich allerdings: Zunächst ging es mit Frau Peske des „Besucherservice Führungen“ durch den Wartebereich der abfliegenden Passagiere runter ins „Erdgeschoss“. Dort wartete der Bus mit dem Busfahrer Ibrahim zur sogenannten Vorfeldführung. Dieser kutschierte die Teilnehmer kreuz und quer über den Flughafen, je nachdem, wo gerade etwas Besonderes war. So konnten diverse Starts und Landungen großer und kleiner Maschinen aus nächster Nähe (und aus Sicherheitsgründen natürlich nur aus dem Bus) heraus bestaunt werden. Auch ein nächster Blick auf eine der parkenden Regierungsmaschinen durfte nicht fehlen. Dabei wusste Frau Peske dank moderner Technik, wann wer von wo startete oder landete, so dass man immer nah am aktuellen Geschehen war.

Der Flughafen Köln-Bonn verfügt über Deutschlands zweitlängste Landebahn mit 3.820 m. Kurz vor dem Aufsetzen hat das Flugzeug noch eine Geschwindigkeit von ca. 250 km/h. Eine Maschine von Ryanair, um ein Beispiel zu nennen, startet bereits wieder nach ca. 25 Minuten. In dieser Zeit verlassen die Passagiere das Flugzeug, dieses wird kurz vom Flugzeugpersonal gereinigt und die neuen Passagiere steigen ein. Ferner muss das Gepäck (bei Wind- und Wetter) ent- und beladen werden. Es erfolgen zudem kurze Sicherheitschecks sowie das Betanken. All dies konnten die Teilnehmer aus nächster Nähe beobachten.

15.000 Mitarbeiter arbeiten auf dem Flughafen. Es ist Deutschlands 6.-größter Passagierflughafen. Hauptziel ist Antalya/ Türkei. Besonderheit ist, dass kein Nachtflugverbot besteht. Nur noch in Hannover und Nürnberg besteht kein Nachtflugverbot. Dies ist ideal für die Luftfracht. Köln-Bonn ist damit der drittgrößte Frachtflughaben Deutschlands. Jede Nacht müssen etwa bei UPS 300 Lkws abgewickelt werden. Die Teilnehmer konnten das Be- und Entladen einer Frachtmaschine mit seinem raffinierten System aus Hebebühnen sehen, ferner die riesigen Hallen und Frachtabfertigungen.

Kurz wurde die Feuerwehr passiert. Ein Feuerwehrwagen kostet ca. 1,6 Mill. Euro und wiegt ca. 45 Tonnen. Auch der Militärbereich wurde angesprochen. Konrad Adenauer, 1. Bundeskanzler der BRD und Namensgeber des Flughafens, ist es zu verdanken, dass der zivile Flugverkehr in Köln-Bonn Einzug erhielt, um dauerhaft lebens- und zukunftsfähig zu sein.

Nach den vielen Eindrücken ging es zum Deutzer Brauhaus. Hier wurde bei kühlem Kölsch und weiteren Getränken klassisch lecker gespeist. Anschließend fuhren wir per Bahn zurück Richtung Heimat. Die Teilnehmer dankten Walter Brück für die erstklassige Planung und Durchführung des Tagesausfluges, der den Teilnehmenden gewiss noch lange positiv in Erinnerung bleiben wird.

Walter Brück/ Reimund Gau, 2./ 1. Vorsitzender Eigentümer- und Vermieterverein Bedburg und Umgebung

Das Foto zeigt die Teilnehmer vor dem Bus auf dem Gelände des Flughafens Köln-Bonn